Beiträge

Das Konzept des Sportcoaching: Betreuung von Sportlerinnen und Sportlern

In der modernen Sportpsychologie ist das Coaching von Sportlern, ob einzeln oder als Mannschaft, nach wie vor eine wichtige Grundvoraussetzung für den Erfolg. Mannschaftswechsel und Verletzungen, aber auch persönliche Probleme, können mentale Belastungen darstellen und zu einem Motivations- und Leistungstief führen.

Spätestens wenn der Kopf „nicht mehr frei ist“, kann eine sportpsychologische Beratung sinnvoll sein.

Ein solches Training mentaler Leistungsvoraussetzungen und die Überwindung individueller Barrieren durch einen Coach kann dazu beitragen, die psychische Gesundheit zu erhalten und Symptomen wie übermäßigem Stress, Depressionen oder Burnout vorzubeugen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Sportcoach und einem Trainer?

Im Sport ist der Begriff des Coaching heute weit verbreitet. Doch inwiefern unterscheiden sich Trainer und Coach im Einzelnen? Welche Techniken helfen den Coaches, Athletinnen und Athleten dabei zu unterstützen, ihre Leistungen zu verbessern?

Der Begriff des Coaching taucht im Zusammenhang mit Sport Ende des 19. Jahrhunderts zuerst in den englischsprachigen Ländern auf: Im amerikanischen Englisch ist der Coach ein Synonym für Trainer. Über den Spitzensport fand der Begriff dann auch seinen Weg in deutschsprachige Länder.

Das primäre Ziel im Leistungssport ist, dass in einem Wettkampf eine hohe Leistung erreicht wird. Um dieses Ziel zu erreichen, erstellt der Trainer einen Trainingsplan und überwacht den Trainingsablauf.

Unter Sportcoaching wird hingegen die Betreuung von Sportlerinnen und Sportlern verstanden, die nicht nur das Training umfasst. Der Coach erstellt nicht nur den Trainingsplan, sondern er berät und motiviert die Sportler auch unter Zuhilfenahme von Methoden aus der Psychologie.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Unterschiede zwischen einem Trainer und einem Coach:

Trainer Coach
Der Trainer ist mit seiner methodisch-taktische Gestaltung dafür verantwortlich, das das gesteckte Ziel erreicht wird Der Coach lässt dem Athleten so weit wie möglich die Verantwortung für die Themen- und Zielsetzung während des Trainings
Verfügt über das nötige Fachwissen der Trainingslehre Hat mehr die Funktion des Beraters
Nimmt die Rolle des Anleiters, Moderators oder Lernbegleiters ein Nimmt die Rolle des Fragestellers, Zuhörers und Gesprächspartner ein
Die gewählten Methoden stammen aus dem Bereich der sportwissenschaftlichen Trainingslehre Die verwendeten Methoden stammen häufig aus dem Bereich der Psychologie
Der Trainer gewährleistet den Auf- und Ausbau spezifischer sportlicher Fähigkeiten und Verhaltensweisen Der Coach gewährleistet den Auf- und Ausbau nebenfachlicher Kompetenzen wie die Selbst- und Sozialkompetenz

Das Konzept des Sportcoachs

Diese unterschiedlichen Herangehensweisen und Methoden bedingen auch unterschiedliche Konzepte für den Umgang mit mentalen Belastungen und Stress. Um effektiv etwas zu erreichen, legt der Coach im Umgang mit Sportlern deshalb besonderen Wert auf die Faktoren Beziehung, Inhalt, Struktur, Sprache, Emotionen und Zeit.

Beziehung ist entscheidend

Der Coach beeinflusst das Verhalten beider Parteien: Wenn der Sportler das Gefühl hat, ernstgenommen zu werden, wird er anders auf Kritik reagieren, als wenn er sich nicht akzeptiert fühlt. Der Athlet muss das Gefühl bekommen, dass der Coach unabhängig von Erfolg oder Niederlage hinter ihm steht. Dies bedeutet keinesfalls, dass Fehler nicht angesprochen werden sollen, aber Fehler sollen nicht auf einen Einzelnen übertragen werden, sondern aus der Situation heraus analysiert werden.

Inhalt

Bei der Gestaltung des Inhalts achtet der Coach darauf, dass diese interessant und handlungsorientiert bleiben. Fragen an die Athleten, die sie zum Mitdenken anregen, führen zu einem aktiven Auseinandersetzen mit dem Inhalt. Der Coach macht sich Gedanken darüber, worüber das Team oder der Sportler nachdenken soll. Zu welchem Handeln soll im Einzelnen angeregt werden?

Der Coach versucht nicht, alles auf einmal zu ändern, sondern Schritt für Schritt vorzugehen.

Struktur

Ein gute Struktur hilft, den Inhalt besser im Gedächtnis zu behalten. Der Coach arbeitet die wesentlichen Fragen heraus, z. B. “Heute reden wir über das Defensivverhalten”. Der Coach kann die Ergebnisse schriftlich festhalten und ein kurzes Fazit geben. Ist der Inhalt klar, kann man sich Gedanken über das Wie machen.

Sprache

Positive Formulierungen motivieren eher als negative. Zum besseren Verständnis formuliert der Coach die Probleme in einfachen, kurzen Sätzen. Er versucht, den Sportlern das Gefühl zu geben, sowohl eine eigene Persönlichkeit als auch ein wichtiger Teil des Ganzen zu sein.

Emotionen

Der Coach versucht, positive Emotion zu wecken, um damit zu motivieren und eine positive Anspannung zu erzeugen. Emotionale Bilder wie Siegesjubel, die Fans und der Gebrauch von Symbolen können die Leistungsbereitschaft des einzelnen oder einer Mannschaft erhöhen.

Zeit

In der Kürze liegt die Würze: Je nach Alter und verschiedenen Umfeldfaktoren kann sich ein Mensch nur eine bestimmte Zeit lang konzentrieren. Der Coach wählt den richtigen Zeitpunkt und schafft günstige Rahmenbedingungen und gestaltet den Ablauf möglichst abwechslungsreich.

Welche Fertigkeiten kann ein Sportcoaching fördern?

Mithilfe dieser Faktoren kann ein Sportcoaching oder Mental Training die Entspannungsfähigkeit, die Steuerung der Aufmerksamkeit und Konzentration und den Umgang mit Anspannung und Leistungsdruck positiv beeinflussen. Der Coach kann die individuellen Leistungsvoraussetzungen optimieren und das Erreichen von gesteckten Zielen unterstützen.

In einem sportpsychologischen Coaching werden die störenden Faktoren in Gesprächen, Beobachtungen, und ggf. Tests und Fragebögen, diagnostisch genau erfasst. Damit kann ein individueller psychologischer Trainingsplan erstellt werden, mit dem der oder die Klienten selbstständig weiterarbeiten können. Je nach Problemstellung kann der Umfang des Coachings dabei von einer einmaligen Beratung bis hin zu einer kontinuierlichen Begleitung reichen.

Sportcoaching im Leistungssport

Die mentalen Belastungen in Training und im Wettkampf sind sehr unterschiedlich. Allerdings sind die für den Wettkampf nötigen Fähigkeiten kein angeborenes Talent, sondern trainierbar. Mentale Stärke ist das Ergebnis eines Lern- und Übungsprozesses. Gründe für Leistungstiefs und mangelnde Motivation können mithilfe einer sportpsychologischen Beratung genau erfasst und durch einen psychologischen Trainingsplan auch überwunden werden.

Der Coach strukturiert den Problembereich, findet die Ursachen heraus und entwickelt Lösungsmöglichkeiten. Eine solche Beratung kann dazu beitragen, private Probleme und Barrieren zu lösen und hilft, Sport und Privatleben unter einen Hut zu bringen.

Ein solches Mentalcoaching fördert die folgenden Fertigkeiten:

  • Entspannungsfähigkeit
  • Steuerung der Konzentration und der Aufmerksamkeit
  • Umgang mit Leistungsdruck und Anspannung
  • Vorstellungskraft und die Fähigkeit zur Visualisierung
  • Selbstgesprächsregulation

Sportcoaching im Mannschaftssport

Im Mannschaftssport zählen Faktoren wie Vertrauen, gemeinsame Ziele, klar verteilte Rollen und gute Beziehungen zueinander. Und nur eine Mannschaft, die all diese Faktoren in sich vereint, wird auf die Dauer erfolgreich sein. Ein Coach unterstützt eine Mannschaft darin, Teamgeist und Ziele zu entwickeln, Vertrauen und Motivation (wieder)aufzubauen und Spannungen und Konflikte innerhalb der Mannschaft abzubauen.

Ein mentales Coaching kann die folgenden Fähigkeiten fördern:

  • Positives Denken, Willensschulung zur Leistungsmotivation
  • Konzentrationsübungen, Entspannungsverfahren und mentales Training
  • Karriereplanung und Laufbahnberatung
  • Analyse der Mannschaftsstruktur, Kommunikationsförderung und
  • Teamentwicklung
  • Systemorientierte Beratung von Mannschaften und Vereinen
  • Lösungsorientierte Einzelgespräche
  • Mentale Wettkampfvorbereitung

Fazit

Coaching, welches über das Training hinausgeht bzw. dieses erweitert ist wichtig und wird immer wichtiger.

Mein neues Coaching-Programm richtet sich an Sportbegeisterte und Trainer, die sich selbst oder ihre Teams verbessern wollen. Unser Ziel ist es hierbei das klassische Coaching mit dem Sportumfeld zu verknüpfen und damit Vereinen und deren Mitgliedern neue Methoden an die Hand zu geben, um ihre Vereine, Teams und individuellen Sportler erfolgreicher zu machen.

Bei Interesse freue ich mich auf Ihren Kontakt!

Die Digitalisierung und ihr Einfluss auf die Mitarbeiter

Verschmelzung der physischen und digitalen Arbeitswelt

Technischer Fortschritt kann zu weitreichenden gesellschaftlichen und ökonomischen Umwälzungen führen. Beispiele für solche Veränderungen sind die Erfindung der Dampfmaschine im 18. Jahrhundert, die Auswirkung der Elektrifizierung und die Einführung von Technologien, die eine Massenproduktion ermöglichen.

Heute stehen wir an der Schwelle zur vierten Revolution. Diese wird auch als „digitale Transformation“ oder „Industrie 4.0“ bezeichnet und umfasst verschiedenste Technologien, die erneut starke Auswirkungen auf unsere gegenwärtige Gesellschaft haben (werden). Allgemein wird davon ausgegangen, dass die Digitalisierung nahezu alle Gesellschaftsbereiche und besonders die Arbeitswelt nachhaltig verändern wird. Und ich denke, das spüren wir alle jeden Tag, egal ob privat oder im Arbeitsleben – mal mehr, mal weniger.

Informationstechniken wie Apps, Webanwendungen und das „Internet of Things“ (IoT) setzen enorme Veränderungsprozesse im Berufsalltag und im Privatleben in Gang und erhöhen vor allem die Geschwindigkeit und Informationsvielfalt.

Auswirkungen der Digitalisierung für Unternehmen und Mitarbeiter

Die konkreten Auswirkungen der Digitalisierung sind für viele Menschen und Unternehmen, gerade in Deutschland, immer noch Neuland. Vorhersehbar ist jedoch, dass die technologischen Innovationen die Art, wie Menschen leben und arbeiten, teilweise radikal verändern werden.

Experten sehen bereits jetzt eine „wachsende technologische Kluft in der deutschen Betriebslandschaft“. Unternehmen ohne eine passende digitale Strategie werden auf Dauer nicht mehr überlebensfähig sein. Betriebe und Unternehmen, die in die Digitalisierung investieren, verdienen mehr und haben die besser ausgebildeten Beschäftigten.

Und das wird sich in Zukunft weiter festigen. So prognostiziert etwa Prof. Dr. Tobias Kollmann, Professor für Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik an der Universität Essen-Duisburg: „Wer in Zukunft nicht digital mitspielen kann oder will, wird bald gar nicht mehr mitspielen“ (Kollmann & Schmidt, 2016, Kap. 1.3).

Deshalb fordert er das Thema „Digital Leadership“, und weil Digitalstrategien in Unternehmen nur mit Erfolg umgesetzt werden, wenn sie von der Spitze ausgehen, ist ein Coaching der Vorstände, Geschäftsführer und Führungskräfte ein wichtiger erster Schritt.

Digital-Business-Coaching 4.0 – Der Mensch im Mittelpunkt

Wie genau sich die Zukunft auch entwickeln wird, eines dürfte klar sein: Der Bedarf an individueller Beratung und Begleitung von Führungskräften aufgrund steigender Komplexität und Vernetzung sowie Beschleunigung von Abläufen und Prozessen wird anwachsen.

So werden auch Klienten und Unternehmen als Auftraggeber von den Coaches selbst so etwas wie eine digitale Strategie einfordern: Damit meine ich den gezielten Einsatz moderner Medien, der den veränderten (weil digitalisierten) Arbeitsweisen und organisationalen und räumlich flexiblen Rahmenbedingungen der Klienten gerecht wird.

Darüber hinaus stellt sich die Frage, inwieweit automatisierte Coaching-Anwendungen in den Coaching-Markt Einzug halten können und diesen verändern werden.

Welche Schwerpunkte für das Digital-Business-Coaching ergeben sich nun, immer unter Berücksichtigung, die Menschen und deren digitale Kompetenz ins Zentrum des Handelns zu stellen und den digitalen Wandel am Arbeitsplatz dadurch zu unterstützen:

  • Ein systemisches Coaching kann die Menschen bei den täglichen (digitalen) Herausforderungen der Arbeitswelt (und nicht nur dieser) unterstützen.
  • Veränderungsmanagement, persönliche Weiterentwicklung, Talent Management, etc. sind Herausforderungen der digitalen Transformation.
  • Daneben spielen aber auch digitale Geschäftsmodelle, Life-Balance, Sinn- und Wertevermittlung, der Mensch im digitalen Wandel und professionelles Mentoring eine immer größere Rolle.

Hier kann der Coach seinen Klienten orts- und zeitunabhängig im täglichen Business begleiten und ihn dann unterstützen, wenn es notwendig ist.

Nehmen Sie die Menschen im Digitalen Wandel Ihres Unternehmens mit!

Die Wirtschaft in Deutschland und damit der Arbeitsmarkt befinden sich im wahrscheinlich wichtigsten Umbruch der Geschichte – der digitalen Transformation. Lebenslanges Lernen ist eine Notwendigkeit im digitalen Zeitalter. Deshalb müssen Unternehmen ihre Mitarbeiter ins digitale Zeitalter mitnehmen und begleiten.

Wer dies versäumt, wird die guten Mitarbeiter an die Konkurrenz verlieren und die Schlechten in der Insolvenz. Die weltweite Konkurrenz um die High Potentials nimmt zu, die Millennials sind es gewohnt, global zu denken. Warum sollten sie im Neuland versauern, während sie im digitalen Wunderland leben können?
Mitarbeiterführung beginnt bei der Selbstführung – die Flexibilität der Mitarbeiter, Home Office, neue Zeitmodelle und flache Hierarchien funktionieren nur, wenn sie durch die Führungskräfte unterstützt und gefördert werden.

Sinn und Werte spielen für die kommenden Generationen der Mitarbeiter eine andere, wichtigere Rolle. Sie wollen die eigenen Werte im Unternehmen vorfinden oder einbringen können. Arbeit soll Sinn machen und Sinn geben und für ein wertvolles Leben stehen. Ein zielgerichtetes Coaching ermöglicht es, sich der eigenen Werte und Ziele bewusst zu werden und diese einzubringen für ein erfülltes Leben und den richtigen Arbeitgeber.

Auf geht's!

Mein Appell an alle Angestellten, Führungskräfte und Unternehmer: Gehen Sie Risiken ein, denken Sie wagemutig, gehen Sie voraus und nehmen Sie andere mit! Warten Sie nicht darauf, dass die digitale Transformation Ihnen neue Möglichkeiten bringt, sondern gestalten Sie diese mit! Nehmen Sie die Unterstützung an, die Ihnen ein Coaching, Business-Coaching oder Digital-Business-Coaching bieten kann und entwickeln Sie sich selbst weiter!

Salutogenese – Was ist das und wie kommt man da hin?

In den letzten Jahren hat sich der Gesundheitsbegriff von einem rein medizinischen zu einem Konzept gewandelt, in dem psychische und soziale Einflussfaktoren immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Diese Entwicklung ist dem Wandel der sogenannten Volkskrankheiten geschuldet: Anstelle von Infektionskrankheiten und deren rein medizinischer Behandlung rücken Zivilisationskrankheiten in den Blickpunkt, die einer ganzheitlichen Betrachtung der Ausgangssituation nötig machen.

Der aus der Medizin stammende Ansatz der Salutogenese, mit dem Schwerpunkt auf gesundheitlichen Auswirkungen von Lebens- und Arbeitsbedingungen, wird häufig auch im Coaching verwendet.

Das Ziel, das geistige und körperliche Wohlbefinden zu steigern, indem externe Belastungen beleuchtet und umgestaltet werden und vorhandene Ressourcen gestärkt werden, wird hierbei analog zu anderen Coaching-Methoden in den Vordergrund gestellt. Mögliche Belastungen können Stress am Arbeitsplatz, Überstunden, Leistungsdruck und Konflikte, aber auch Probleme in Familie und Beziehung sein. Die Reduzierung dieser belastenden Faktoren kann dem Klienten helfen, mehr Selbstbestimmung zu erlangen und seine Gesundheit eigenständig zu pflegen. Zu den Ressourcen zählen persönliche Eigenschaften, Fertigkeiten und Fähigkeiten, förderliche Glaubenssätze und soziale Unterstützung, die zur Bewältigung der Situation beitragen können. Ebenso werden auch gesundheitskritische Umweltbedingungen berücksichtigt und nach Möglichkeit verbessert.

An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass ein Coaching keine ärztliche oder therapeutische Behandlung ersetzen kann, sondern vielmehr eine Ergänzung zu physiotherapeutischen, naturheilkundlichen oder anderen Methoden darstellt. Der Klient lernt, wie er seine Gesundheit eigenständig fördern und erhalten kann, nicht aber Krankheiten und Verletzungen zu heilen.

Das Konzept

Das Coaching folgt einem systemischen Ansatz, in dem Körper, Seele und Geist eine Einheit bilden. Äußere Rahmenbedingungen können im Zusammenspiel mit körperlichen, mentalen und emotionalen Faktoren die menschliche Gesundheit beeinflussen.

Das Salutogenese-Modell des Medizinsoziologen Antonovski gibt einen guten Überblick über die Gesamtheit dieser Gesundheitsfaktoren. Nach diesem Modell ist Gesundheit nicht als Zustand, sondern als Prozess zu sehen, in dem Risiko- und Schutzfaktoren in Wechselwirkung stehen.

FlorianKrauseEigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Wikipedia Florian Krause“>Wikipedia Florian Krause

Während genetische und Umweltfaktoren nicht vom Menschen steuerbar sind, können beispielsweise über Ernährung, Bewegung, Entspannung, Achtsamkeit und Regeneration psychische Faktoren und Umwelteinflüsse durchaus beeinflusst werden.

Themen für ein Coaching mit Schwerpunkt Salutogenese

Im Kern geht es in der Salutogenese darum, dem Klienten dabei zu helfen, seine Gesundheit autonom fördern zu können. Der Coach unterstützt den Klienten in der Etablierung gesundheitsfördernder Gewohnheiten wie Sport und Bewegung im Alltag, der Steigerung der Achtsamkeit und dabei, körperlichen und emotionalen Stress im Körper zu identifizieren. Der Klient soll lernen, seinen Blick auf positive Aspekte und Ressourcen zu lenken und sein Gleichgewicht (wieder) zu finden und dadurch seine Gesundheit zu fördern. Ein Coaching mit diesem Schwerpunkt kann in verschiedenen Kontexten eingesetzt werden und dort verschiedene Themenkomplexe behandeln:

  • Im betrieblichen Gesundheitsmanagement dient die Salutogenese der Gesundheitsverbesserung in Prozessen und Struktur.
  • In einem Coaching für Führungskräfte werden neben Führungskompetenzen auch Kompetenzen aus dem Bereich der Salutogenese vermittelt; dies dient der praktischen Umsetzung von vorhandenen Gesundheitskonzepten, etwa von Krankenkassen.
    Es umfasst Analyse, Zielplanung, Projekte und Trainings und die Bewertung von Gesundheitsmaßnahmen. Die Führungskräfte lernen, solche Maßnahmen in Arbeitsabläufe und -strukturen zu integrieren und zu begleiten. Außerdem lernen sie einen gesundheitsfördernden Umgang mit ihren Mitarbeitern und wie man diese unterstützt, eigene Ressourcen für die Gesundheit aufzubauen und weiterzuentwickeln.
  • Im privaten Coaching kann mit Hilfe des Salutogenese-Ansatzes eine Burnout- Prävention oder eine Stress-Reduktion erarbeitet werden.

Coaching für Einzelpersonen und Gruppen

Ein solches Coaching kann mit Einzelpersonen oder in einer Gruppe stattfinden. In einem vertraulichen Einzelcoaching können persönliche Anliegen wie Work Life Balance, Veränderungen im Lebensstil oder im Beruf, gesundheitliche Fragen oder Selbstmanagement behandelt werden.

Ernährung, Sport und Stress hingegen können Themen für Gruppencoachings darstellen.

Wichtig für die innerbetriebliche Gesundheitserhaltung ist, dass individuelle Maßnahmen immer mit den institutionellen Ansätzen im Einklang stehen. Nur so kann das Zugehörigkeitsgefühl der Mitarbeiter zum Unternehmen gestärkt und der betriebliche Erfolg gesteigert werden. Mitarbeiter, die sich mit ihrer Arbeit und Organisation identifizieren und sich wertgeschätzt fühlen, fühlen sich nämlich wohler am Arbeitsplatz und sind langfristig produktiver. Sie sind motivierter, leistungsfähiger und in der Lage, Konflikte und Stress besser zu bewältigen.

Für das Unternehmen hat das den Vorteil, dass sich daraus weniger Krankheitsausfällen, eine geringere Fluktuationsrate und folglich ein Kostenersparnis und höhere Produktivität ergeben.

Ablauf: Wie läuft ein Coaching ab?

Das Coaching findet in einem unbestimmten Zeitrahmen statt und gliedert sich in zwei Teile: Analyse und Intervention.

1. Analyse

Zunächst werden die gesundheitlichen Probleme oder Risiken des oder der Klienten herausgearbeitet. Diese müssen nicht unbedingt sofort klar erkennbar sein, die Auswirkungen einseitiger Ernährung, Konflikte oder Bewegungsmangel werden häufig unterschätzt. Nur wenn die Ursachen und eine klare Zielstellung herausgearbeitet wurden, kann das Coaching effektiv gestaltet werden. Daher ist es auch wichtig zu klären, welche Bedürfnisse der Klient hat. Ist es zum Beispiel eine harmonische Atmosphäre am Arbeitsplatz oder eine Balance zwischen Arbeit und Freizeit, die den Klienten gesundheitlich entlasten würde?

2. Intervention

Erst wenn Klarheit über das Problem und das gesundheitliche Ziel besteht, kann eine Interventionsmaßnahme eingeleitet werden. Hierbei vermittelt der Coach gesundheitsrelevantes Wissen und klärt über die Verbindung zwischen Psyche und Körper. Dann wird gemeinsam eine konkrete Vorgehensweise zur Verbesserung der Gesundheit geplant. Durch die richtigen Fragen hilft er dem Klienten eigene Ressourcen zu entdecken und Gesundheitskompetenzen zu entwickeln und auszubauen. Der Coach muss Fachkompetenzen aus Ernährung, Sport, Medizin und Psychologie mitbringen, um alle Themenbereiche abdecken zu können – dadurch kommt ihm eine Art Allround-Funktion zu; er sollte jedoch schon bald überflüssig werden. Schließlich ist ein Coaching nur dann erfolgreich, wenn der Klient das Gelernte auch umsetzen und das Gesundheitsverhalten langfristig aufrechterhalten kann.

Vermutet der Coach jedoch eine schwerwiegende Erkrankung, verweist er seinen Klienten an einen Spezialisten (Therapeut, Psychiater).

Sie möchten etwas in Ihrem Leben verändern oder Sie haben das Gefühl überfordert, dauerhaft genervt, gestresst und müde zu sein? Kontaktieren Sie mich, wenn Sie an Ihrem Wohlbefinden arbeiten möchten! Ich freue mich über Ihre Kontaktaufnahme.

Coaching – Eine Einführung. Was ist das? Was bringt das? Warum Coaching?

Was ist Coaching eigentlich? Begriffsdefinition

Unsere heutige Welt unterliegt mehr denn je einem ständigen Wandel. Und das in so gut wie allen Lebensbereichen. Die notwendige Anpassung an diese veränderten Bedingungen und Anforderungen bringt neuartige Probleme und Konflikte mit sich.

Dies zeigen auch von der Bundesregierung in Auftrag gegebene Studien. Wie hier bekannt gegeben wird, ist eine immer häufiger auftretende Ursache für Arbeitsunfähigkeit die hohe psychische Belastung im privaten und beruflichen Umfeld.

Ein Grund mehr für ein paar Worte zum Thema „persönliches“ oder Personal Coaching. Denn die Hauptfunktion von professionellem Coaching ist die Begleitung bei der Anpassung an die Chancen und Risiken dieses Wandels.

Besonders in Bereichen wie der digitalen Transformation, mit ihren Anforderungen ständiger Erreichbarkeit und veränderter Arbeitsweisen, kommt dem Coaching eine wichtige Wartungs- und Pflegefunktion zu: Im Vordergrund stehen der Erhalt und die Förderung von Selbst-, Sozial- und Systemkompetenz, denn Studien zeigen einen wachsenden Anteil an psychischen Erkrankungen. Ziel ist deshalb die Stärkung und die Wiederbelebung vorhandener Ressourcen und Potentiale, immer unter der Berücksichtigung individueller Vielfalt.

Coaching ist Hilfe zur Selbsthilfe – eine zeitlich begrenzter Prozess der Begleitung, in dem Maßnahmen zur Lösung von Konflikten und Problemstellungen erarbeitet werden.

Coaching vs. Therapie

Der Begriff „Coaching“ stammt ursprünglich aus dem Englischen und bedeutet „Kutsche“, im übertragenen Sinne meint es den Kutscher, der die Pferde bewegt, leitet und betreut. Bekannt wurde das Coaching erstmals aus dem Leistungssport.

Im Gegensatz zur klassischen Beratung oder Therapie werden im Coaching keine direkten Lösungsvorschläge geliefert, sondern der Coach begleitet den Klienten oder Coachee bei der Entwicklung eigener Lösungen.

Coaching versteht sich als persönlicher Dialog zwischen dem Gecoachten und einem neutralen Partner. Der Coach hält sich mit inhaltlichen Aussagen zurück. Er begleitet den Klienten dabei, die für diesen passenden Lösungen zu entdecken.

Coaching findet ausschließlich freiwillig statt und erfordert eine gute, vertrauensvolle Beziehung zwischen Coach und Klient.

Anwendungsbereiche von Coaching

Der Coach begleitet und unterstützt seine Klienten mithilfe von bestimmten Methoden und Fragetechniken, um Probleme, Ziele und eigene Ressourcen aufzudecken. Dies gilt sowohl für berufliche wie persönliche Lebensbereiche. Deshalb kann Coaching mit Begriffen wie dem Management-, Karriere- oder Business-Coaching ebenso assoziiert werden, wie mit Life-Coaching oder Personal Coaching oder einfach gesagt mit Lebens- oder Kommunikationstraining.

Die Zielgruppen können Privatpersonen, Einzelpersonen im Unternehmen oder in Führungspositionen, ganze Teams im Geschäftsumfeld oder Sportbereich oder Ausbildungs- und Lerngruppen sein. Sie alle können von der Hilfe durch einen Coach profitieren.

Beispiele für Anwendungsmöglichkeiten in den verschiedensten Bereichen sind:

  • Coaching in Bezug auf die eigene persönliche Entwicklung z.B. bei privaten oder beruflichen Veränderungen
  • Coaching im Leistungssport
  • Coaching als Führungsstil zur Reflexion des Führungsverhaltens
  • Executive Coaching zur Verbesserung der Managementkompetenzen
  • Leadership Coaching zur Führungskräfteentwicklung
  • Teamcoaching und Teamentwicklung

Häufig wünschen sich Klienten, vor allem Vorgesetzte und Führungskräfte, von einem Coach Techniken oder „Werkzeuge“ für schnelle Erfolge zu erhalten. So verständlich eine solche Motivation auch ist – Veränderungen in (sozialen) Systemen brauchen ihre Zeit und sind immer individuell zu betrachten. Routinen und eingefahrene Verhaltensweisen lassen sich nicht von heute auf morgen ändern, sondern ein Coaching ist immer als wiederholte Übung und als kontinuierlicher Lernprozess zu verstehen.

Coaching ist keine schnelle „Reparaturmaßnahme“ falls mal etwas nicht funktioniert wie gewünscht. Vielmehr zielt der Coaching-Prozess auf das langfristig bessere Verständnis über eigene Verhaltensmuster und deren Einfluss auf das tägliche Interagieren in sozialen Systemen ab. Nach Wegen zu suchen, diese verborgenen und erlernten Verhaltensmuster sichtbar und als Potentiale nutzbar zu machen, ist das Herzstück von Coaching.

Merkmale und Prinzipien

Ein Schlüsselbegriff im Coaching ist Präsenz – im wahren Sinne des Wortes als „Dasein“. Ohne eine solche Kontaktebene kann kaum Veränderungsenergie entstehen. Das heißt, dass der Coach sein Wissen über die Gesprächssteuerung und Hilfe über effektive Interventionen einbringt. Das Hauptanliegen besteht darin den „Klienten“ durch Feedback, Training und Anregung zur Selbstreflexion in die Lage zu versetzen sich selbst zu hinterfragen.

Dies umfasst die Schritte der autonomen Zielsetzung, der selbstständigen Planung und Organisation bis hin zur Selbstkontrolle (Ergebnis- und Fortschrittskontrolle) im Hinblick auf die Umsetzung der selbst gesetzten Ziele. Je nach Ausgangslage, Rahmenbedingungen und selbst gesteckten Zielen können die Coaching-Gespräche in Dauer und Verlauf variieren.

Unabhängig davon, ob es um die Entwicklung von Managementkompetenzen oder zwischenmenschliche Konflikte geht – es gibt gemeinsame Merkmale und Prinzipien:

  • Der Coach bietet dem Klienten im Prozessverlauf die Möglichkeit, seine Perspektiven zu wechseln und zu neuen Handlungsoptionen zu gelangen.
  • Der Coach bietet sich durch die Einnahme unterschiedlicher Rollen als Reflexionsfläche an, z.B. als aufmerksamer Zuhörer, konsequent Nachfragender, Provokateur, neutraler Beobachter oder als Spiegelfläche.

Der Coach fungiert also als Prozessverantwortlicher, der den Coachee beim (Wieder-) Entdecken seiner eigenen Ressourcen, Potenziale und Handlungsoptionen unterstützt und durch Interaktion und Dialog neue Betrachtungsperspektiven eröffnet.

Wichtig hierfür ist jedoch die Bereitschaft des Coachees zur Veränderung.

Sind Sie bereit für Veränderung?

Kontaktieren Sie mich. Ich freue mich auf Sie!

Sportcoaching – mehr als reines Mentaltraining (neues Angebot)

Kennen Sie das? Ihre Volleyball-Mannschaft verspielt regelmäßig hohe Führungen und verliert am Ende die Sätze knapp? Ihr Spieler traut sich seit seiner Knieverletzung nicht mehr voll aus dem Rückraum aufs Tor zu werfen? Sie stehen auf dem Golfplatz vor dem Wasserhindernis und schaffen es regelmäßig den Ball genau ins Wasser zu spielen obwohl der Schlag eigentlich einfach gewesen wäre? Sie verlieren beim Tennis regelmäßig gegen den gleichen Gegner, obwohl dieser eigentlich technisch und körperlich schwächer ist?

Die Beispiele lassen sich natürlich um ein Vielfaches erweitern – das Ergebnis ist jedoch immer das Gleiche:

Sportlicher Erfolg hängt nicht alleine von Talent oder körperlichen Fähigkeiten ab.

Ein wichtiges Element für sportliche Höchstleistungen ist vor allem die mentale Stärke, die es dem Sportler ermöglicht im richtigen Moment die maximale Leistung abzurufen. Gerade in der Leichtathletik kommen deshalb schon seit langer Zeit Mentaltrainer zum Einsatz, die ihre Klienten nicht nur durch schwierige Verletzungsphasen begleiten, sondern auch in Wettkampfsituationen coachen.

Der Fokus kann hierbei auf verschiedene Dinge gelegt werden:

  • Abbau von mentalen Hindernissen nach Verletzungen
  • Reduktion von Nervosität
  • Verbesserung der Zielfokussierung
  • Stressmanagement
  • Teambuilding und Teamgefüge
  • Kommunikation zwischen Trainer und Spielern
  • Trainingsgestaltung & Spielergespräche
  • Nachwuchsförderung & Jugendarbeit

Egal in welcher Sportart wir uns befinden – es handelt sich immer um Menschen die mit anderen Menschen kommunizieren, interagieren und konkurrieren. Natürlich hat jede Sportart ihre eigenen Regeln, doch diese hat auch jeder Mensch.

Aus diesem Grund haben wir (Jörg Schiebel & ich, Andreas Griesbach) uns dazu entschieden unser Coaching-Portfolio zu erweitern und unsere beiden Leidenschaften miteinander zu verbinden. Wir sind beide extrem sportinteressiert, selbst im Vereinsumfeld (als Vorstand, als Trainer, als aktiver Sportler) eingebunden und versuchen unsere Vereine aktiv nach vorne zu bringen. Zudem sind wir beide als Coaches aktiv und arbeiten leidenschaftlich gerne mit Menschen zusammen.

Diese Kombination ermöglicht es uns, ab Mitte des Jahres 2019 ein neues Coaching-Programm für Sportbegeisterte und Trainer aufzubauen, die sich selbst oder ihre Teams verbessern wollen. Unser Ziel ist es hierbei das klassische Coaching mit dem Sportumfeld zu verknüpfen und damit Vereinen und deren Mitgliedern neue Methoden an die Hand zu geben, um ihre Vereine, Teams und individuellen Sportler erfolgreicher zu machen.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Melden Sie sich gerne bei uns! Wir freuen uns auf Sie!