Selbstführung und Eigenorganisation von Führungskräften

18. Mai 2022
Von: Andy Griesbach

Die Bedeutung von Selbstführung und Eigenorganisation als Führungskompetenz

Führungskräfte erfüllen jeden Tag ein hohes Arbeitspensum mit vielen verschiedenen Aufgaben. Hinzu kommt noch, dass die Leitungsspannen immer breiter werden, wenn Hierarchieebenen in den Unternehmen abgebaut werden; Führungskräfte tragen für immer mehr Mitarbeiter die Verantwortung, müssen fachlicher Ansprechpartner sein, gemeinsame Aufgaben planen und für die Zielerreichung sowie Ergebnisse sorgen. Die Folge ist dann häufig Stress, weil eine Führungskraft oft für zu viele Mitarbeiter und zu viele Aufgaben verantwortlich ist. Um diesem Stress entgegenzuwirken, erfordert es einer guten Selbstführung sowie einer guten Eigenorganisation. Wer als Führungskraft seine Führungsaufgaben organisieren kann, kann mehr leisten. Die Eigenorganisation oder das Selbstmanagement ist deshalb eine wichtige Führungskompetenz in einer schnelleren und von Digitalisierung geprägten Welt.

Führungskräfte als Schlüsselpersonen im Stress-Management

Führungskräfte haben die Aufgabe, die Funktion und Überlebensfähigkeit einer Organisation zu gewährleisten. Dazu sollen Führungskräfte Ziele formulieren und erreichen, sowie für die beschäftigten Unsicherheit in Sicherheit verwandeln. Führungskräfte müssen also permanent Entscheidungen treffen, Konzepte erstellen, Projekte planen, Zielvorgaben der Geschäftsleitung in Maßnahmenpläne umsetzen und ihre Mitarbeiter führen. Zudem übernehmen Führungskräfte häufig noch operative Aufgaben, die eigentlich ihre Mitarbeiter übernehmen sollten. Da jedoch häufig zu wenig Personal vorhanden ist, müssen Führungskräfte auch hier einspringen. Alle diese Aufgaben sind für Führungskräfte mit Stress verbunden: Die strategischen Herausforderungen müssen meist im Wettbewerb mit anderen Organisationen um Kunden, Beschäftigte und Ressourcen bewältigt werden. Die Führung der Mitarbeiter konfrontiert Führungskräfte häufig mit hohen Erwartungen an Kommunikation und Zusammenarbeit sowie der Mitarbeiterbelastung bei hohem Leistungsdruck. Und schließlich sind Führungskräfte auch noch gefordert, sich selbst mit ihren Aufgaben und Zeitressourcen zu managen, teils riskante Entscheidungen zu treffen und zu verantworten und unangenehmen Entscheidungen psychisch Stand zu halten.

Eigenorganisation, Selbstführung und Stressbewältigung als Führungskompetenz

Führungskräfte wirken durch ihr Tun direkt und indirekt auf ihre Mitarbeiter; direkt durch Kommunikation und indirekt auf die Art und Weise wie sie Einfluss auf ihr Umfeld nehmen. Selbstführung und Eigenorganisation hat also Einfluss auf Strukturen, Abläufe und das Zeitmanagement. Unkluge Gewohnheiten können den eigenen Erfolg und Beziehungen zu Kollegen beeinträchtigen und damit Stress bereiten.

Pointiert ausgedrückt bedeutet dies, dass wer andere Menschen erfolgreich führen will, sich auch selbst gut führen muss. Prozesse sauber strukturieren, Prioritäten festlegen, Ziele definieren und sauber delegieren. Selbstführung und Eigenorganisation heißt also: richtig priorisieren, wirksam delegieren und im Sinne der Zielsetzung richtig entscheiden – Eigenorganisation ist in ihrer Vorbildfunktion für eine funktionierende und leistungsorientierte Arbeitsweise eine wichtige Führungskompetenz, denn es kommt nicht darauf an, möglichst viel, sondern möglichst gut zu arbeiten und dabei auf die eigenen persönlichen, körperlichen und emotionalen Bedürfnisse und die der Mitarbeiter zu achten.

Stress-Management für Führungskräfte

Selbstführung und Eigenorganisation können folglich die Ursachen für persönlichen Stress und gestresste Mitarbeiter minimieren. Es geht also darum, Einstellungen, Eigenorganisation und Zeitmanagement auf Veränderungspotenziale zu untersuchen, neue Gewohnheiten zu etablieren und Ursachen für Stress im Keim zu ersticken.

Ein Coaching kann helfen, das eigene Verhalten effizienter und effektiver zu gestalten – ausgerichtet an persönlichen Zielsetzungen und Anforderungen der Arbeitsumgebung. Allerdings sollte ein solches Coaching die spezifischen Spannungsfelder in der Führung berücksichtigen und nicht auf schnelle Lösungen setzen. Denn Führungskräfte sind je nach Ebene und Erfahrung auf jeweils unterschiedliche Weise gefordert. Die Geschäftsführung ist in der Verantwortung für die Strategie und Gesamtorganisation mit anderen Themen, Stressoren und Managementfragen befasst, als etwa eine Führungskraft in der Teamleitung, die im operativen Tagesgeschäft direkt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führt. Die Interessenkonstellationen und Spannungsfelder sind sich hierbei zwar ähnlich, ihre Ausprägung ist allerdings sehr unterschiedlich und das Führungsverhalten muss an die jeweiligen Umstände berücksichtigen.

Ein Coaching geht gezielt auf die spezifischen Aspekte ein, die es einer Führungskraft ermöglichen, sich selbst besser zu führen, Überblick zu bewahren, souveräne Wirksamkeit herzustellen und damit auch Kollegen und Mitarbeiter anzuleiten. Persönlich gilt es vor allem, die besonderen Belastungen, die mit der Funktion einer Führungskraft einhergehen, zu akzeptieren und sich die eigenen Werte und Grundannahmen als solche bewusst zu machen. Inhaltlich geht es um Selbstführung, Eigenorganisation, den persönlichen Umgang mit Stress und das Führen von Mitarbeitern als Führungskompetenz. Und hier bietet ein Coaching die Möglichkeit, Stress und den persönlichen Umgang mit Belastungen einerseits abseits des eigenen Schreibtisches und der Zugriffsmöglichkeiten von vorgesetzten, Kollegen und Mitarbeitern zu besprechen und andererseits in größeren Gruppen eine gemeinsame Haltung zu entwickeln.

Sie möchten mehr über diese Schlüsselkompetenz erfahren? Dann freue ich mich auf Ihre Kontaktaufnahme! Lassen Sie uns gemeinsam an Ihrer Wirksamkeit im Unternehmen arbeiten.

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